World Economic ForumIn diesem Jahr findet das siebte, so genannte World Economic Forum on Latin America in Puerto Vallarta, Mexiko statt. Die Konferenz steht dieses Jahr unter dem Motto Regional Transformation in a New Global Context. Dieses Mal sollen sogar Rekordbesucherzahlen verzeichnet werden. Die Redner sind etwa 900 regionale sowie globale Vorsitzende verschiedener Unternehmen oder Organisationen aus sage und schreibe siebzig Nationen.

Der Event wird durch die mexikanische Regierung voll und ganz unterstützt. Als Gäste sind außerdem Schlüsselfiguren geladen, die führende Positionen in den Bereichen Regierung, Industrie, Gesellschaft sowie Bildung bekleiden. Es wird über Zukunftslösungen gesprochen, die dazu beitragen das regionale Wachstum anzutreiben sowie das globale Potential einzelner Regionen zu fördern.

Argentinien und Spanien

Das Weltwirtschaftsforum Lateinamerika wird jedoch durch einen Streit der Länder Argentinien und Spanien etwas gestört. Der Grund: Argentinien will die Tochterfirma YPF des Ölkonzerns Repsol, der in Spanien seinen Firmensitz bezieht, verstaatlichen. Das Land Spanien ist darüber natürlich nicht sehr erfreut.

Diese Entscheidung beeinflusst die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern nachhaltig, womit auch spanische Investitionen ausgesetzt werden könnten. Diese Einschnitte würden jedoch nicht nur den Verursacher betreffen, sondern sich auch auf Lateinamerika im Allgemeinen auswirken.

Die Region ist jedoch auf einen anhaltenden Kapitalfluss angewiesen, da ausländische Unternehmen die Wirtschaft vieler lateinamerikanischer Länder stützen. Es wurde den Firmen ausdrücklich versichert, dass die geplante Verstaatlichung von Seiten Argentiniens ein Einzelfall sei und ausländische Investoren und Unternehmen weiterhin frei agieren könnten, damit ein freier Handel garantiert werden kann.

Dieser Vorfall ist natürlich ein eher holpriger Start in das Weltwirtschaftsforum Lateinamerika, da hier eigentlich wichtige sowie erfreuliche Themen vorgestellt sowie diskutiert werden sollen. Andere Probleme, die thematisiert wurden, waren beispielsweise die zunehmenden Einkommensunterschiede, die aufgrund von mangelnder Bildung zu einem großen wirtschaftlichen Problem werden. Es besteht jedoch der Grundkonsens, dass alle Bevölkerungsschichten von wirtschaftlichen Erfolgen profitieren sollten.